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Impact Investing

ZKB MeinIndex Sustainable Pazifik

Freitag, 17 September 2021 Lesezeit : 3 Minuten

Ausgangsbasis von Land zu Land sehr unterschiedlich
Das Epizentrum der globalen Finanzkrise ist zwar in den USA zu suchen, die losgetretenen Schockwellen hatten aber globale Auswirkungen. Der vernetzte Finanzsektor hat primär ein wegen volkswirtschaftlichen Ungleichgewichten schwaches Europa in die Krise geführt. Die Region Pazifik war in der Folge auch von der globalen Unsicherheit und der Abschwächung der Weltwirtschaft betroffen. Die einzelnen Länder sind jedoch nicht alle im gleichen Zustand. Japans Handelsbilanz wies 2011 erstmals seit gut 30 Jahren ein Defizit auf. Dies ist primär aufgrund der höheren Energieimporte durch die praktisch vollständige Abschaltung der 54 Atomkraftwerke, die rund einen Drittel der Elektrizität produziert haben, zurück zu führen. Die Wachstumsperspek-tiven sind dank des Wiederaufbaus und privater Investitionen besonders in den Bereichen Ausrüstung und Immobilien gut. Die Lage in Australien ist ganz anders: das Land hat die Finanzkrise relativ unbeschadet überstanden und der Immobilienmarkt befindet sich in einem relativ guten, wenn nicht sogar hitzigen Zustand. Der australische Finanzbereich hat ein grosses Gewicht im Index und die Banken sind mit ihrer starken Ausrichtung auf den nationalen Markt defensiv ausgerichtet. Hong Kong, das als Tor zu Festlandchina gilt, hat ganz andere Schwerpunkte. In den letzten 20 Jahren wurde der Stadtstaat in eine Dienstleistungswirtschaft umgewandelt: Finanzbereich, Dienstleistungen, Logistik, Beratung, Handel und Tourismus gehören zu den Hauptindustrien. Das als „asiatische Schweiz“ bekannte Singapur ist schon sehr weit entwickelt. Der Staat fördert Forschung und Entwicklung sowie hochwertige Produkte. Das Land hängt aber stark von Exporten ab. In Neuseeland wiederum gehören Agrarprodukte, Milch, Fleisch und Wollprodukte zu den wirtschaftlichen Hauptaktivitäten. Das Land spielt aber nur eine minimale Rolle im gesamten Wachstum des pazifischen Marktes.

Mehrwert schaffen durch nachhaltige Unternehmen
Vor dem Erdbeben und dem Tsunami, die zur Atomkatastrophe in Fukushima führten, wollte die japanische Regierung den Anteil der Atom-Energie von 30% bis 50% erhöhen. Das jetzige Ziel ist die Reduktion des Atomkraftanteils und die Förderung alternativer Energien. Neben diesem Umbau der Energieversorgung steht die japanische Industrie aber auch in einem harten Konkurrenzkampf mit anderen asiatischen Staaten und hat Governance-Probleme bei den Unternehmen anzupacken. Japanische Unternehmen gelten aber als Vorreiter in ökologischen Aspekten (z.B. Energieeffizienz oder erneuerbare Energien) und könnten dadurch Chancen im globalen Markt nutzen. Der Rohstoff-Abbau in Australien hat auch soziale und ökologische Auswirkungen, die genau verfolgt werden müssen. Aus Nachhaltigkeitssicht vorteilhafter ist der defensive Finanzbereich, der ebenfalls gute Chancen bietet und einen hohen Standard in der Integration von Nachhaltigkeit im pazifischen Raum aufweist. Für Unternehmen in Hong Kong liegen die Herausforderungen aus Nachhaltigkeitssicht vor allem im Governance-Bereich.

Kombination von Nachhaltigkeit, Value, Momentum und Quality
Auf Basis des proprietären nachhaltigen Universums investiert das bewährte quantitative Modell der Zürcher Kantonalbank in Titel, welche die drei Eigenschaften Value, Momentum und Quality am besten verkörpern. Gesucht sind dabei tiefbewertete Titel (Value) mit einer ausserordentlichen Gewinn- und Kursentwicklung (Momentum) sowie niedrigen Risikokennzahlen und einer gesunden Bilanz- und Erfolgsrechnung (Quality).

Einteilung nach Sektoren
Neben ausgesuchten Titeln aus dem MSCI Pazifik Index besteht das Nachhaltigkeitsuniversum auch aus weiteren nachhaltigen Unternehmen aus der Pazifik-Region, die gewisse Mindestanforderungen an Marktkapitalisierung und Handelsvolumen erfüllen. Ausgangspunkt der Titelselektion bildet dabei zunächst die Einteilung aller als nachhaltig eingestufter Titel aus dem pazifischen Raum nach Sektoren. Durch den Nachhaltigkeitsfilter sind sämtliche Energie- und Miningunternehmen ausgeschlossen.

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