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Impact Investing

ZKB MeinIndex Sustainable Wind

Freitag, 17 September 2021 Lesezeit : 3 Minuten

Wind
Die Stromerzeugung mit Wind baut auf der jahrhundertealten Tradition der Windnutzung auf. Seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich die heute gültige Auslegung von Windturbinen etabliert: ein Rotor mit drei Rotorblättern, der an einer Gondel auf einem Turm montiert ist. Die Windkraft weist eine Reihe von ökologischen Vorteilen auf. Die Zeit, die eine Turbine braucht, um die eigene Herstellungsenergie wieder zu produzieren (energetische Amortisationsdauer), beträgt nur noch etwas mehr als ein halbes Jahr. Im Betrieb benötigt die Windturbine zudem kaum Wasser, was ihr einen deutlichen Vorteil gegenüber Kohle- oder Atomkraftwerken bringt. Im Weiteren fällt die Energie auch relativ dezentral an. Am Ende der Lebensdauer lässt sich eine Windturbine zu 100% zurückbauen. Das Wachstum der Windenergiebranche spricht für diese Vorteile. Weltweit schreitet der Ausbau der Windkraft voran. Seit 2000 beträgt das durchschnittliche jährliche Wachstum der Windenergieerzeugungskapazitäten 25%. In einem moderaten Szenario könnte die Kapazität bis 2020 gemäss Prognosen auf bis zu 800 GW ausgebaut werden, was einem Anteil der Windenergie an der globalen Stromerzeugung von 9% entspräche. Die Einbindung der Windenergieanlagen in das Stromnetz ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. In verschiedenen Ländern hat der Windstrom schon einen beachtlichen Anteil am gesamten erzeugten Strom. In fünf europäischen Ländern beträgt der Anteil mehr als 7%, wobei Dänemark mit 27% und Portugal mit 17% die Spitzengruppe bilden. Dadurch wird ein kostendämpfender Effekt auf Spotmarktpreise für Strom erzielt.

Indexbeschreibung
Für den ZKB MeinIndex Sustainable Wind werden Unternehmen aus dem nachhaltigen Anlageuniversum der Zürcher Kantonalbank ausgewählt, die drei Gruppen der Wertschöpfungskette angehören. Der Hauptfokus liegt bei der Herstellung von Windturbinen zur Stromerzeugung (Hersteller und Zulieferer) sowie der Projektierung von Windparks und weitergehenden Dienstleistungen für Windparks. Der Betrieb von Windparks als Stromversorger wird nicht mit diesem Index abgebildet. In Zukunft können auch noch Speichertechnologien für Windkraft, wie etwa Druckluftspeicher oder Wasserstofferzeugung, hinzukommen. Die Wertschöpfungskette der Windenergie kann in folgende Kategorien eingeteilt werden:

Windturbinenhersteller
Unternehmen, die in der Entwicklung, in der Produktion, im Vertrieb und/oder im Service von Windturbinen tätig sind.

Zulieferer
Zulieferer für die Windturbinenhersteller umfassen unter anderem die Hersteller von Getrieben, Rotorblättern, Generatoren, elektrischen Komponenten, Türmen sowie Unternehmen, die die Netzanbindung der Windparks gewährleisten.

Projektentwickler
Projektentwickler sind in der Entwicklung, in der Erstellung und im Betrieb (im Auftrag von Dritten) von Windparks tätig.

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