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Renditeoptimierung

Kursrückschlag in Comet eröffnet Chancen

Thursday, 12 March 2026 Lesezeit : 3 Minuten

Die Aktien des Halbleiterzulieferers Comet zählen diese Woche zu den grössten Verlierern an der Schweizer Börse. Rund 13% haben sie seit vergangenem Donnerstag eingebüsst und gehören damit zu den schwächsten Performern im SPI, der im gleichen Zeitraum 2.2% verloren hat. Auslöser für den Kurssturz war das Jahresergebnis, das das Unternehmen am vergangenen Freitag vorgelegt hat.

Im Jahresvergleich ist der Gewinn um rund zwei Drittel eingebrochen, und die vorgeschlagene Dividende beträgt CHF 0.50 – deutlich weniger als die Marktprognosen und der Vorjahreswert von CHF 1.50. Als Ursache nannte das Unternehmen unter anderem den starken Franken, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht. Für 2026 gibt sich Comet jedoch optimistisch und verweist auf den Aufschwung im Halbleitersektor, der sich klar abzeichne, wenngleich der genaue Zeitpunkt offen sei.

Doch gerade die globale Halbleiterindustrie wird derzeit durch die Eskalation im Nahen Osten stark belastet. Dies spiegelt sich beispielsweise im südkoreanischen Leitindex Kospi, der in der Vorwoche den heftigsten Kurseinbruch seiner Geschichte erlebte und innerhalb eines Tages mehr als 12% verlor. Der Index hat ein starkes Gewicht in Halbleiteraktien, wobei mehr als ein Drittel allein auf Samsung Electronics und SK Hynix entfällt, die beide zu den grössten Speicherchipherstellern weltweit gehören. Noch am 26. Februar notierten die beiden Aktien auf ihrem jeweiligen Allzeithöchst, nachdem sie binnen Jahresfrist enorme Kursgewinne verzeichnet hatten (Samsung Electronics +305%, SK Hynix +460%, inkl. Dividenden). Die Sorge, dass der Konflikt mit dem Iran den Ausblick für die Chipbranche merklich trüben könnte, schickte die Titel kurz darauf auf Talfahrt.

Diese Sorge ist nicht unbegründet. Mehr als die Hälfte der weltweit verwendeten DRAM- und NAND-Chips, die elektronische Geräte mit ihrem Kurz- und Langzeitgedächtnis versorgen, werden gemäss Bloomberg in Südkorea hergestellt – und hier zeigt sich die Abhängigkeit des Landes von ausländischen Energiequellen. So bezieht Südkorea mehr als 60% seines Rohölbedarfs aus Ländern der Arabischen Halbinsel, und 20% des Erdgases stammen aus Katar, wie Daten der US-Energiebehörde EIA zeigen. Der scharfe Anstieg der Energiepreise und die Lieferengpässe treffen die energiehungrigen Chipproduzenten damit direkt. Die Konzerne sind zudem auf weitere Rohstoffe aus der Region angewiesen, wie etwa Helium, das für die Kühlung von Siliziumwafern essenziell ist. Katar zählt gemäss Reuters zu den führenden Produzenten des Edelgases, für das es aktuell keine echte Alternative gibt. 

Comet ist von den geopolitischen Entwicklungen nicht unmittelbar betroffen, doch ist das Geschäft unter anderem mit den Investitionszyklen der Chipproduzenten verknüpft. Sollten diese ihre Ausgaben reduzieren oder aufschieben, könnte das auch die Schweizer Zulieferer treffen, zu denen neben Comet auch Inficon und VAT gehören. 

Vorerst scheint die Grundlage für den KI-getriebenen Boom jedoch weiterhin intakt, was die Nachfrage nach Chips sowie den damit verbundenen Produkten und Technologien weiterhin schüren dürfte. Auch die Analysten trauen den drei Aktien Aufwärtspotenzial zu. Für Comet liegt das Zwölfmonatskursziel gemäss Bloomberg bei CHF 277.89 (Schlusskurs 11. März 2026: CHF 246.40). Für VAT liegt der Konsens bei CHF 534.88 (CHF 516.20) und für Inficon bei CHF 120.39 (CHF 114.00).

Für Anlegerinnen und Anleger, die davon ausgehen, dass es sich bei der aktuellen Kursschwäche von Comet lediglich um ein Zwischentief handelt und die Schweizer Zulieferer gut positioniert sind, um von der künftigen Nachfrage nach Halbleitern zu profitieren, kann der Barrier Reverse Convertible auf Comet, Inficon und VAT interessant sein. Die Barriere von 60% schützt teilweise gegen weitere Kursverluste. Zugleich zahlt das Produkt einen Coupon von 13.35% p.a.

Barrier Reverse Convertible auf Schweizer Halbleiterzulieferer
13.35% p.a. BRC auf Comet, Inficon, VAT
Barriere: 60%
Valor: 153 472 587

Indikative Angaben

 

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